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ZIEL MEINER ARBEIT IST ES, RÄUME ZU SCHAFFEN, IN DENEN MENSCHEN SICH AUFGEHOBEN FÜHLEN FRAGEN ZU STELLEN, SICH AUSZUTAUSCHEN UND MEHR ÜBER SEXUALITÄT ZU LERNEN.

LOUISA LORENZ

M.A. Geschlechterforschung (vsl. Sept 2019),
Georg-August-Universität Göttingen

B.A. Kulturwissenschaft & Anglistik/Amerikanistik,
Universität Potsdam

 

EINIGE UMWEGE HABEN MICH ZU DEM GEFÜHRT, WAS ICH HEUTE MACHE.

Als ich mein Studium in Anglistik/Amerikanistik und Germanistik begann, habe ich schnell gemerkt, dass mir die Universität eine völlig neue Art die Welt zu betrachten eröffnete. Neugierig darauf, was es alles zu entdecken gibt, bin ich nicht nur zur Kulturwissenschaft gewechselt, sondern habe während eines Jahres im Ausland auch Medienwissenschaften an der Universidad Complutense de Madrid studiert. Meine akademischen Einflüssen sind also vielseitig. Dennoch haben mich Geschlechterdynamiken in all meinen Studienbereichen besonders interessiert und somit habe ich mich in meinem Masterstudium in der Geschlechterforschung auf dieses Themengebiet spezialisiert.

ICH WAR SCHON IMMER EINE FEMINISTIN.

Solange ich mich erinnern kann, habe ich mich als Feministin gefühlt. Doch erst durch die sprachwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Geschlecht, die durch mein Bachelorstudium angestoßen wurde, ist mir zunehmend bewusst geworden wie eng mein eigenes Sein mit den gesellschaftlichen Werten und Vorstellungen von Geschlecht verwoben ist. Die Komplexität, in der sich diese Werte vor allem im gesellschaftlichen Umgang mit Sexualität niederschlagen, hat mich besonders fasziniert und mit meiner Abschlussarbeit zur Repräsentation und Kulturgeschichte der Klitoris habe ich mich entschlossen, gezielt in diese Thematik einzutauchen.

SEXUALAUFKLÄRUNG IST EIN WICHTIGER SCHLÜSSEL FÜR EINE GLEICHBERECHTIGTE GESELLSCHAFT.

Meine fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Sexualität hat mir gezeigt, wie stark gesellschaftliche Werte uns als Individuen beeinflussen. Wir empfinden Sex meist als etwas Privates und zutiefst Persönliches. Doch Sexualität und wie wir sie erleben und ausleben (können), ist eine politische Angelegenheit, der wir uns kaum entziehen können. Durch die Art und Weise wie wir Sexualität als Gesellschaft betrachten und wie wir darüber informieren, können wir jedoch großen Einfluss darauf nehmen, welche Werte wir vertreten.

WAS ICH MACHE.

Ich sehe meine sexualpädagogische Arbeit als Angebot, sich mit diesen Werten zu beschäftigen und zu entdecken, was sich verändern kann - für uns im Privaten, als auch in unserer Gesellschaft - wenn wir Wissen über Körper und Praktiken wiederbeleben, das häufig unbeachtet bleibt. Deshalb vermittle ich in meinen Workshops Informationen zu Genitalanatomie, Verhütung u.v.m., die zwar keineswegs neu, aber dennoch den meisten Menschen unbekannt sind.
Meine Arbeit ist geprägt von einem kulturwissenschaftlichen Blick, denn das ist die Disziplin, in der ich mich zuhause fühle. Sie erlaubt uns die historischen und kulturellen Kontexte unserer eigenen Werte besser zu verstehen und zeigt uns Beispiele dafür, dass es mehr als nur eine Perspektive auf Geschlechter und Sexualitäten gibt.